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Im Jahre 2014 kam es zu einer Kontaktaufname mit der Moderatorin eines russischen Internet-Forums. In diesem Forum fand man mit Hilfe einer Datenbank die Namen der russische unbekannten Soldaten, die auf unserem Friedhof die letzte Ruhestätte fanden, heraus. Der Email-Verkehr mit Frau Tamara Müller führte zu den folgenden Forum-Einträgen:

www.sgvavia.ru/forum/703-4126-1

 

Die Grabstätte ist beim Büro für Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit bei der Botschaft der Russischen Föderation, Berlin registriert:

http://www.sowjetische-memoriale.de/index.cfm?inhalt=detail&id=14288&lang=de

 

Der Namen des vierten Kriegsgefangenen wurde mir von Frau Tamara Müller im Juni per Email mitgeteilt.

Filipp Wolkow, geb. am 05.10-1897, gest. am 03.12.41

Pawel Funtikow, geb.am 20.06.1910, gest. am 17.12.1941 

Iwan Ptschelow, geb. am 23.05.1911, gest. am  19.12.41

Andrej Sonin, geb. am 23.09.1913, gest. am 17.12.1942 

 

Dank der Initiative von Edith Seliger ist der Name des französischen Kriegsgefangenen  schon seit 2007 bekannt. Er kam vom ehemaligen Lager „Dora“ und wurde kurz vor Kriegsende in Uthleben erschossen aufgefunden:

Andre´ Grosse, geb. am 02.10.1905, gest. am 05.04.1945

Die 4 russischen Kriegsgefangenen kamen aus dem Arbeits- und Kriegsgefangenen-Stammlager  (Stalag) IX C Bad Sulza und X B Sandbostel bei Bremen. Sie waren als Zwangsarbeiter auf den Ländereien der Firma Schreiber und Sohn beschäftigt. und gehörten zum Arbeitskommando 1716 Uthleben.

Die Verantwortung für diese Stammlager lag beim Oberkommando der Wehrmacht, das die Vorbereitungen der Nutzung schon vor dem Überfall auf die UdSSR getroffen hatte. Für „Russen“ waren die völkerrechtlichen Regeln im Umgang mit Kriegsgefangenen außer Geltung gesetzt. Das Stalag war kein Ort der maschinellen Vernichtung; es gab andere Methoden: Unterernährung, menschenzerstörerische Formen der Unterbringung, dadurch massenhaft die Ausbreitung lebensgefährdender Epidemien. (ag-friedensforschung.de)

Diese menschenunwürdige Behandlung in den Lagern und der Einsatz als Zwangsarbeiter führte nach nur 3 Monaten Gefangenschaft zum Tod von Philipp Wolkow, Pawel Funtikow, Iwan Pschelow und Andrej Sonin. In den Stalags verloren auf westdeutschen Boden 365 000 russische Gefangene ihr Leben.

Diese Ruhestätte der 4 russischen Soldaten und des französischen Kriegsgefangenen Andre´Grosse bleibt ein Ort der Trauer und des Gedenkens und wird uns immer an das unsagbare Leid des 2. Weltkrieges erinnern.

In dem folgenden Spiegelartikel vom 16.04.1990 wird der Umgang mit den sowjetischen Kriegsgefangen in grausamer Weise deutlich.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13498973.html

 

 

Im Mai 2016 wurde eine Pflegeanfrage an die Stadt Heringen gestellt. Bisher erfolgte die Pflege der Grabstätte zuerst viele Jahre von Olga Simon danach über die Gemeinde Uthleben von Heidi Peuckert und die letzten 8 Jahre von Edith Seliger. Aufgrund der finanziellen Möglichkeiten der Stadt Heringen sind wir bei der Anfertigung einer neuen Gedenktafel auf private Spenden angewiesen. Der erste Beitrag hierzu kam vom Ortsteil-Bürgermeister Frank Steiner.

 

 

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